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Kinder im Verkehr
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Kreisverkehrswacht
Esslingen e. V

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Edgar Wagner

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Kinder sind unsere Zukunft ...

... Grund genug, den Schwerpunkt unserer Arbeit auf den Schutz von Kinder im Strassenverkehr zu legen

Trotz aller technischer Verbesserungen werden jedes Jahr mehr als 30.000 Kinder im Straßenverkehr verletzt und mehrere Hundert sogar getötet. Wir wollen etwas Ursachenforschung betreiben, denn ...

Elternhoffnungdie überwiegende Zahl von Kindern kommt bereits lange vor dem Schuleintritt, ohne ständige Beaufsichtigung durch Eltern, mit dem Straßenverkehr in Berührung. In unmittelbarem Zusammenhang hiermit steigt, aus der Sicht der Statistiker, die Anzahl von Verkehrsunfällen ab dem 4. Lebensjahr drastisch an.
Verkehrserziehung sollte somit spätestens zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr beginnen! Verkehrserziehung bedeutet jedoch nicht nur, dem Kind Informationen zu vermitteln, sondern setzt auch eine gewisse Kenntnis über das entwicklungsbedingte Leistungsvermögen voraus.
Sie selbst sind aufgefordert als gutes Vorbildverhalten zu wirken.

Grundlagen der Kindlichen Entwicklung

Durch die zunehmende Komplexität im Straßenverkehr werden Kinder in immer größerem Maß überfordert. Im Vor- und Grundschulalter unterliegen sie aufgrund ihres Entwicklungsstandes zusätzlich verschiedenen Einschränkungen, die sich nicht oder nur schwer ausgleichen lassen, z.B. durch ...

    ...  die GröSSe  ...  das eingeschränkte Sehen  ...  Einschränkungen beim Hören  ...  Probleme bei Geschwindigkeits- und Entfernungsschätzung  ...  Starker Bewegungsdrang  ...  Die Kindliche Aufmerksamkeit

... die Grösse

 Allein durch die Größe können viele Gefahren (heranfahrender PKW) nicht rechtzeitig erkannt werden. An gleicher Stelle haben Erwachsene oft den “Überblick”. Hinweis: “Gehen Sie ab und zu in die Hocke, Sie werden überrascht sein, wie wenig Kinder sehen”!
Auch die Perspektive ist eine andere. Fahrzeuge wirken für Kinder ev. bedrohlich und angsteinflößend. Dies kann zu Fehlreaktionen am Fahrbahnrand führen.

... das eingeschränkte Sehen

Etwa 35 % weniger Sichtfeld wird Kindern im genannten Altersbereich zugeschrieben, was erklärt, warum sie von der Seite herannahmende Fahrzeuge später wahrnehmen. Auch die Nah- Fernbereichsumstellung verläuft langsamer. Endlich Gesehenes benötigt mehr Zeit um im geringen Erfahrungsschatz -eventuell falsch- eingeordnet zu werden.

... Einschränkungen beim Hören

Selbst mit dem Schuleintritt ist es Kindern oft nur schwer möglich die Richtung zu bestimmen, aus der ein Geräusch kommt. Es ist  vergleichbar dem Problem das ein Autofahrer hat, wenn er im Straßenverkehr das Sondersignal eines  Notarztfahrzeuges hört und erfolglos versucht die genaue Richtung zu ermitteln.

... Einschränkungen beim Hören

Geschwindigkeiten und Entfernungen zu schätzen bereitet uns allen Probleme. Betrachten wir die Situation wenn ein Fahrzeug direkt auf sie zufährt. Woran erkennen sie dass es fährt?
Es verändert seine Größe. Eine großartige Leistung des Gehirns, die erst durch Erfahrung und Training ermöglicht wird.

... Bewegungsdrang

Kinder müssen sich bewegen.
Dieser Drang entsteht durch die einmal mehr, einmal weniger erforderliche Anpassung an die Veränderung der kindlichen Proportionen. Dies können Sie  deutlich feststellen, wenn ihr sonst motorisch recht geschicktes Kind plötzlich eine unverständliche Tolpatschigkeit entwickelt, welche sich nach relativ kurzer Zeit wieder legt.
Besonders deutlich lässt sich dieser Drang jedoch beobachten als Spannungsabbau nach längeren Phasen der Bewegungsarmut in Wohn- oder Spielräumen sowie nach dem Schulschluss.

... Kindliche Aufmerksamkeit

Erst mit Ende des Kindergartenalters ist es ihren Sprösslingen möglich, die Gedanken bewusst für längere Zeit auf ein Objekt zu richten. Unbewusst funktioniert diese Fähigkeit, auch Konzentration genannt, leider teilweise recht gut. Sehr häufig im Spiel und in Situationen, wenn es von uns nicht erwünscht ist. Die Konzentration auf mehrere Objekte gleichzeitig zu richten und die sich daraus ergebenden Informationen verwerten zu können, ist eine Grundvoraussetzung für eine sichere Teilnahme am Verkehrsgeschehen.

Eine solche Aufmerksamkeitsleistung ist jedoch erst ab etwa 9 Jahren möglich. Für ein radfahrendes Kind sind die Anforderungen noch wesentlich höher als für den kleinen Fussgänger.
Dies ist auch einer der Gründe warum die Radfahrausbildung von Schule und Polizei erst im 4. Grundschuljahr durchgeführt wird.

Diese Aufzählung entwicklungsbedingter Defizite für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr, stellt nur einen groben Auszug dar, der sich für jedes Kind unterschiedlich erweitern lässt.
Trotz aller Einschränkungen lässt es sich nicht vermeiden, dass sich Ihre Kinder im öffentlichen Verkehrsraum bewegen und andere Verkehrsteilnehmer ein bestimmtes Verhalten erwarten und voraussetzen. Es erfordert für Sie, mit Ihrem Kinder oder den Ihnen anvertrauten Kindern das richtige Verhalten zu trainieren und die Einhaltung Ihrer vorgegebenen Richtlinien zu beobachten.
Sie finden noch ergänzende Informationen in unseren Infobereichen “Kinder als Fußgänger” und “Kinder als Radfahrer”

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Dies alles “steht und fällt” damit, ob sie und auch die anderen “Grossen” ständig bereit sind, ein optimales Vorbild zu sein

Sehr schwierig!

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