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Copyright: Kreisverkehrswacht Esslingen e. V
Page & design: Edgar Wagner
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Kinder als Fussgänger
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die absolute Sicherheit für Ihre Kinder im heutigen Straßenverkehr wird es nicht geben. Es ist jedoch unsere Aufgabe und die aller Eltern ein mögliches Maximum zu erzeugen.
Das Training beginnt, sobald das Kind gehen kann und damit an der Hand der Eltern am Straßenverkehr teilnimmt. Es endet erst wieder wenn sie definitv keinen Einfluss mehr ausüben können. Die Erklärung, dass der Gehweg zwei Hälften hat bildet den Einstieg. Eine sichere Hälfte an der straßenabgewandten Seite, eine gefährliche Hälfte aussen zur Straße hin. Zur Verdeutlichung für das Kind können sie die Unterteilung mit einer ausgelegten Schnur oder einem dicken Kreidestrich markieren. Mit welcher der unten genannten Lektionen sie beginnen, hängt von Ihrer Wohnumgebung ab. Das Training am Zebrastreifen ist zunächst nicht erforderlich, wenn weit und breit keine solche Querungshilfe vorhanden ist. Grundsätzlich ist für alle Fälle der “Halt am Haltestein” (Bordstein). Das eventuell erforderliche Vortasten an die Sichtlinie bildet erst die schwierigere Fortsetzung. ... ach ja, ganz wichtig, Sie sollten auch VORBILD sein !
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... Überqueren der Fahrbahn an der Ampel:
An der Fußgängerampel können Kinder ziemlich sicher die Fahrbahn überqueren. Trotzdem sind auch dort hin und wieder gefährliche Situationen oder sogar Unfälle zu verzeichnen. Es reicht eben nicht, auf das “grüne Männchen” zu warten und dann die Fahrbahn zu betreten. Heranfahrende Fahrzeuge sollen fast oder vollständig stehen, bevor das/Ihr Kind beginnt über die Straße zu gehen. Bis zum Stillstand werden die Heranfahrenden beobachtet. Das Kind blickt hierbei dem Fahrzeugführer in die Augen (es kann auch die Nasenspitze sein). Es soll registrieren ob dieser in seine Richtung schaut und nicht eventuell andere Dinge beobachtet. Abgelenkte Autofahrer übersehen auch eine rote Ampel. Hat ihr Kind bei Grün die Fahrbahn betreten, kann es diese zügig und in gerader Richtung überqueren. Der Fahrzeugverkehr wird hierbei weiterhin im Auge behalten. Einen besonderen Gefahrenpunkt stellen abbiegende Fahrzeuge dar, die ebenfalls bei Grün starten. Derart geschaltete Ampelanlagen sollten sie in der Anfangszeit meiden. Später zeigen Sie dem/Ihrem Kind vor Ort dass die Autofahrer gleichzeitig mit dem Fußgänger Grün erhalten können. Das oft iritierende Zurückschalten der Ampel auf Rot ist kein Grund den Schritt zu beschleunigen. Die Anderen fahren noch nicht gleich. Erst ein Sturz auf der Fahrbahn erzeugt in der Regel eine Gefahrensituation. Ergänzend sei bemerkt, dass unsere Rechtsprechung Umwege von ca. 50m zu einer Querungshilfe als zumutbar ansieht! ... deshalb, nicht vergessen, VORBILD sein !
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... Überqueren der Fahrbahn am Zebrastreifen:
Sind die Kinder erst einmal so groß, dass sie am öffentlichen Verkehrsgeschehen teilnehmen, hätten die meisten Eltern einen Zebrastreifen gerne vor der eigenen Haustüre. Dabei erzeugt er eine sehr trügerische Sicherheit, die sich mit jeder dieser Querungshilfen steigert. Gemeint ist, dass die Fahrzeugführer mit jeder dieser neu hinzukommenden Einrichtung weniger bereit sind dort auch “schon wieder” anzuhalten. Ist er jedoch vorhanden muss er, ebenso wie die Fußgängerampel, benutzt werden. Dass er bereits aus großer Entfernung, anhand seiner Beschilderung zu entdecken ist, sollte Grundwissen für Ihr Kind darstellen. Ebenso dass mit dem ausgestreckten Arm das Überqueren der Fahrbahn dem Fahrzeugführer mitgeteilt werden sollte. Denken Sie daran, dass Fahrzeugführer dem Fußgänger nur dann das Überqueren ermöglichen müssen, wenn dieser erkennbar die Fahrbahn überschreiten möchte. Zuvor heisst es jedoch erst einmal Halt, etwa einen Schritt vor der Bordsteinkante. So ragt der anschließend kleine ausgestreckte Arm nicht in die Fahrbahn. Das weitere Verfahren entspricht der Ampelquerung. Eine besondere Bedeutung erhält die Beobachtung der Fahrzeuge von der rechten Seite beim Erreichen der Fahrbahnmitte. Wichtig: Das Spiel am Rande dieser Schutzeinrichtung ist tabu. ... und, na Sie wissen schon, VORBILD sein !
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... Überqueren der Fahrbahn an übersichtlichen Stellen:
Suchen Sie in Ihrem Wohnumfeld eine wenig befahrene Straße und dort einen möglichst weit übersehbaren Bereich. Halten Sie mit dem/Ihrem Kind am “Haltestein”, besser noch, etwa einen Schritt davor. Erklären Sie laut und deutlich alles was Sie machen. Bei heranfahrenden Fahrzeugen, weisen Sie darauf hin, dass die Fahrbahn ihnen gehört und wir Fußgänger warten müssen bis sie frei ist. Anschließend gehen Sie gerade und zügig zur anderen Straßenseite. Rennen ist “verboten”. Haben Sie Geduld, wenn Ihr Kind bei einem heranfahrenden Pkw wartet, obwohl er noch sehr weit weg ist. Kinder können im Vorschulalter bzw. beginnenden Grundschulalter die Geschwindigkeit heranfahrender Fahrzeuge nicht oder nur sehr schwer schätzen. Ein Handzeichen, als Hinweis für den sich nähernden Kraftfahrer, dass man die Fahrbahn überqueren möchte, ist untersagt, da es zu schwerwiegenden Gefahrensituationen, insbesondere mit anderen Fahrzeuglenkern führen kann. Das LOB nach dem sicheren Überqueren ist der krönende Abschluss Wiederholen Sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit, auch wenn Sie zu einem anderen Zweck mit dem/Ihrem Kind unterwegs sind. Versuchen Sie es auch richtig zu machen, wenn Sie allein unterwegs sind !!! ... denn, wie bereits erwähnt, VORBILD sein !
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... Überqueren der Fahrbahn an unübersichtlichen Stellen:
Die Steigerung des Obengenannten bildet eine Straßenüberquerung dort, wo man keine oder schlechte Sicht auf heranfahrende Fahrzeuge hat. Für diese Übungseinheit sollte das Kind in der Regel 5 bis 6 Jahre alt sein und das Überqueren an übersichtlichen Stellen sicher beherrschen. Nach dem obligatorischen Halt am “Haltestein” ist es erforderlich die “Sichtlinie” zu finden. Für Ihre kleinen Schützlinge keine leichte Aufgabe, da sie eine solche Situation noch nie aus der Sicht eines Autofahrers betrachtet haben. Verdeutlichen Sie auch hier wieder die richtige Stelle durch eine Markierung, z.B. mit einem Kreidestrich. Und auch jetzt gilt es, allen Fahrzeugen den Vorrang zu geben, bevor die Fahrbahn zügig und geradlinig überquert wird. Während der Übungen ist es sehr wichtig, dass von dem/ihrem Kind die einzelnen Übungspunkte laut ausgesprochen werden. Der Halt am Gehwegrand und nochmals an der Sichtlinie muss in Fleisch und Blut übergehen, soll es auch in einer turbulenten Situation (z.B. Spiel) funktionieren. Die meisten Unfälle mit Kindern als Fußgänger ereignen sich an solch unübersichtlichen Stellen. Der Kraftfahrer kann in vielen solcher Situationen eine Kollision nicht mehr verhindern. ...funktioniert nur, wenn Sie VORBILD sind !
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HALT an der Sichtlinie
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